Maklers Erfolgsrezepte 2023

„Ich sehe Einkommensschutz immer mehr als Arbeitgeber-Thema“

Hinter dem nächsten Türchen des procontra-Adventskalenders verbirgt sich Philip Wenzel. Der Experte für biometrische Risiken bastelt derzeit an einer Strategie, die es ihm ermöglichen soll, in Krisenzeiten weniger reagieren zu müssen und mehr agieren zu können.

Philip Wenzel

Philip Wenzel, Geschäftsführer BIOMEX Biometrie-Expertenservice GmbH. | Quelle: Privat

Nicht nur das vergangene Jahr, sondern auch die Jahre davor haben gezeigt, dass es sinnvoll ist, eine langfristige Strategie zu haben. Wer immer nur auf Krisen reagiert, wird in den Reaktionsphasen auch immer wieder Zeit verlieren.

Die letzten Wochen haben mich dann aber schon nachdenklich gemacht. Denn ich bin ziemlich stark auf das Thema Biometrische Risiken festgelegt. In dem Gebiet mache ich zwar viele verschiedene Dinge, aber das Thema bleibt das gleiche. Wer sich ähnlich fokussiert dem Thema Immobilien und Immobilienfinanzierung verschrieben hat, der hat die letzten Wochen vermutlich kein leichtes Leben gehabt. Deshalb habe ich mich gefragt, ob mir das auch passieren kann und ob und wie ich dem vorbeugen kann.

So ganz schlau bin ich noch nicht, aber ich habe für mich schon zwei oder drei Themen identifiziert, mit denen ich mich mehr beschäftigen will. Das erste Thema ist die betriebliche Arbeitskraft-Absicherung. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass die Marktdurchdringung bei dieser wichtigen Versicherung durch Produkte, die über den Arbeitgeber eingesteuert werden, deutlich verbessert werden kann.

Denn an sich ist Einkommensschutz ein Arbeitgeber-Thema. Es sollte immer auch das Gehaltsmodell geben, bei dem ich weniger Lohn erhalte, dafür aber diesen Lohn auch weiter bezahlt bekomme, wenn ich längere Zeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kann.

Das zweite Thema betrifft die Prävention. Ich denke, es wäre für Kunden und Versicherer gleichermaßen attraktiv, wenn eine BU-Versicherung mich unterstützt, gesünder zu leben, Krankheiten frühzeitig zu erkennen und mit geeigneten Maßnahmen schneller wieder zurück ins Leben zu finden.

Und zu guter Letzt möchte ich im kommenden Jahr die Prozesse in der Bestandsarbeit optimieren. Da bei uns eh ein Wechsel des Verwaltungsprogramms ansteht, drängt sich das geradezu auf.

Daneben werde ich weiterhin daran arbeiten, die Sichtbarkeit bei den Suchmaschinen zu verbessern. Hier liegt der Fokus fürs kommende Jahr weniger in den tief fachlichen Themen, sondern mehr in vielen verständlichen Erklärungen rund um die Arbeitskraftabsicherung.