Im Jahr 2018 musste die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mehr Beschwerden über Wohngebäudeversicherer abschließend bearbeiten als im Jahr zuvor. Auf 59 Anbieter verteilten sich 375 Fälle, was einen Anstieg um 21,4 Prozent bedeutete. Im Jahr 2017 hatte sich die Situation noch verbessert.
Damit greifen Kunden in der Wohngebäudeversicherung häufiger zum Werkzeug BaFin-Beschwerde als zum Beispiel in der Unfallversicherung, aber immer noch seltener als in der Rechtsschutzversicherung oder in der privaten Krankenversicherung (PKV).
Ungleichmäßige Verteilung
Den 375 Beschwerden stehen auf Seiten der Anbieter zusammen über 18 Millionen Verträge gegenüber. Im Durschnitt entfiel somit ein Vorgang auf 48.910 Policen. Die BaFin erklärt zu ihrer aktuellen Beschwerdestatistik, dass „nur Bestandszahlen für Versicherer angegeben werden, deren verdiente Brutto-Beitragseinnahmen im Jahr 2017 in den jeweiligen Versicherungszweigen oder -arten über 10 Millionen Euro lagen. Zu Unternehmen, die in einzelnen Versicherungszweigen unter dieser Grenze lagen, finden sich in den Tabellen keine Angaben zum Bestand.“
Die Beschwerden verteilen sich unter den betroffenen Versicherern alles andere als gleichmäßig. So entfielen beispielsweise 15 Fälle auf die Sparkassenversicherung. Dank ihrer mehr als 1,6 Millionen Verträge kam sie damit aber auf eine vergleichsweise geringe Beschwerdequote (ein Fall auf 110.059 Policen). Deutlich schlechter als der Mittelwert haben die 5 Wohngebäudeversicherer in der untenstehenden Bilderstrecke abgeschnitten. Bei ihnen allen reichten schon weniger als 20.000 Policen für einen Beschwerdefall.
Wohngebäude: Die 5 höchsten Beschwerdequoten
Die Wohngebäudeversicherer mit den meisten Beschwerden


