Allianz schraubt am Portfolio für den Zahnzusatz

Die Bayerische setzt auf die betriebliche Altersvorsorge und bringt eine fondsgebundene Rentenversicherung auf den Markt, die Continentale senkt in der Betriebshaftpflicht die Beiträge und Standard Life launcht fünf neue passive Multi-Asset-Fonds.

Risikovoranfrage Bild: procontra

Ein neues Digital-Tool für Risikovoranfragen in den Bereichen Berufsunfähigkeit und Risiko Leben hat der Lübecker Maklerpool blau direkt für seine angeschlossenen Vermittler im Programm. Bild: procontra

Beim Thema Krankenzusatz stehen vor allem Zahnzusatzpolicen hoch im Kurs: Knapp 17 Millionen Kunden haben nach Angaben des PKV-Verbandes aktuell eine Zahnzusatzpolice abgeschlossen. Auch die Allianz Private Krankenversicherung (APKV) setzt auf dieses Absicherungsbedürfnis der Kunden – der Versicherer hat sein Zahnzusatz-Portfolio neu aufgestellt. So ersetzen ab sofort die drei Komplettpakete „MeinZahnschutz 75, 90 und 100“, die mit und ohne Alterungsrückstellungen erhältlich sind, die bisherigen Tarife.

Dabei enthält jeder der neuen Tarife die Kosten für eine professionelle Zahnreinigung und Prophylaxe, die vollständig bis zu den Höchstsätzen der gültigen Gebührenordnung erstattet werden. Verwendet der Zahnarzt bei der Behandlung Akupunktur, Lachgas, Hypnose oder andere Betäubungen, übernimmt das ebenfalls die APKV. Unterschiedliche Ausgestaltungen bieten die neuen Tarife zudem bei Zahnersatz wie Kronen, Implantaten und Inlays sowie Aufbiss-Schienen. Dabei können die Kunden zwischen 75-, 90- und 100- prozentiger Übernahme der Kosten wählen. Die Quoten gelten auch für die Kieferorthopädie. „Eine Innovationsgarantie in allen MeinZahnschutz-Tarifen stellt sicher, dass neue, medizinisch anerkannte Behandlungsmethoden automatisch abgedeckt sind und unseren Versicherten zugutekommen werden“, erklärt Nina Klingspor, Vorstandsvorsitzende der APKV.

Neues bAV-Produkt der Bayerischen

Die Bayerische hat ein neues Produkt für die betriebliche Altersvorsorge auf den Markt gebracht. Wie der Versicherer schreibt, solle das Produkt bAV Invest „in idealer Weise Ertragschancen und größtmögliche Sicherheit“ vereinen. Es handele sich dabei um eine fondsgebundene Rentenversicherung in der Zusageform einer beitragsorientierten Leistungszusage (BOLZ). Damit Ertragschancen genutzt und zugleich größtmögliche Sicherheit gewährleistet sei, würden die Beiträge auf zwei Töpfe aufgeteilt. „Das Konzept des dynamischen Zwei-Topf-Hybrids macht bei bAV Invest den Unterschied“, erklärt Ute Thoma, Leiterin Betriebliche Vorsorge bei der Bayerischen. „Während ein Teil der Beiträge konservativ und besonders wertbeständig im Deckungsstock der Bayerischen angelegt wird, investieren wir den zweiten Teil in die Fondsanlage.“ Dadurch sollen die Kunden von den Ertragschancen an den Kapitalmärkten profitieren, während sie auf „Sicherheit durch die Leistungszusage“ vertrauen können. Die Fonds-Rente bAV Invest kann als Unterstützungs- oder Pensionskasse betrieben werden, oder aber in Form einer Direktversicherung.  

Dabei können die Versicherten die Fondsanlage flexibel gestalten. So stehen aktuell bei individueller Fondsauswahl rund 60 Fonds, davon 20 ETFs, mit unterschiedlichen Schwerpunkten zur Auswahl. Daneben besteht die Möglichkeit, die Vermögensverwaltung dem Finanzdienstleister Flossbach von Storch zu überlassen, der in diverse Vermögensklassen, wie Aktien, Anleihen, Edelmetalle oder Immobilien, investiert. Alternativ könne auch in ausgezeichnete Nachhaltigkeitsfonds, beispielsweise von Pictet oder Ökoworld, investiert werden. Egal, für welche Anlageoption sich die Versicherten entscheiden – in jedem Fall soll eine Mindestrente von 80 Prozent der gezahlten Beiträge zum Rentenzahlungsbeginn garantiert sein.

Update in der Betriebshaftpflicht

Die Continentale Sachversicherung hat ihre KuBus Betriebshaftpflichtversicherung überarbeitet. Im Zuge dessen senkte der Versicherer die Beiträge für viele Betriebsarten.  Neu sind die verschiedenen Deckungssummen, die je nach Tarif bei 3, 5 oder 10 Millionen Euro liegen. Für nahezu alle Betriebsarten soll nun der Top-Schutz mit 10 Millionen Euro erhältlich sein. „Durch den neuen Aufbau bekommen unsere Kunden jetzt schon in der XL-Variante Top-Leistungen mit einer Spitzenposition im Markt“, erklärt Continentale-Vorstand Dr. Thomas Niemöller. Davon würden auch Vermittler profitieren, da die übersichtlichere Tarifstruktur ihnen die Beratung der Firmenkunden vereinfache.

In jeder Tarif-Variante erhalte der Kunde ab sofort 20 neue Leistungen. So werde beispielsweise auf Wunsch des Kunden „nachhaltiger Schadenersatz“ unterstützt. Liegt etwa ein Totalschaden vor, erstattet die Continentale die Mehrkosten für eine Reparatur.

Zudem seien Leistungen für viele Firmenkunden zu einem günstigeren Preis erhältlich: Bei mehr als 130 Gewerbe-Zweigen haben sich Beitragssätze und Mindestbeiträge deutlich reduziert, unter anderem bei Friseuren, Bäckereien, Malern, Installateuren oder Hochbaubetrieben.

Standard Life erweitert Fondspalette

Standard Life hat seine Fondspalette um fünf neue passive Multi-Asset-Fonds erweitert. Die „Standard Life Global Index Fonds“, die sich durch eine stufenweise Gewichtung in Aktien und Anleihen auszeichnen, wurden in Kooperation mit der Fondsgesellschaft Vanguard aufgelegt. Das defensivste Portfolio hält 20 Prozent in Aktien, das chancenreichste ist zu 100 Prozent in Aktien investiert. Basis der Portfolios sind drei Vanguard-Indexfonds, die weltweit breit diversifiziert anlegen. Die jährliche Verwaltungsgebühr für jedes der fünf Portfolios beträgt 0,15 Prozent. Dabei investieren die Standard Life Global Index Fonds in ein unterschiedliches Verhältnis von Aktien zu Anleihen mit 20, 40, 60, 80 oder 100 Prozent Aktien. Der Aktien-Mix umfasst zwölf Sektoren aus 60 Industrie- und Schwellenländern. Ein manuelles Rebalancing durch Berater sei nach Mitteilung des Versicherers nicht notwendig.

„Wir sehen eine ungebrochene Nachfrage nach passiven Investmentlösungen, die in unserer Fondspalette bislang noch nicht ausreichend vertreten waren“, erklärt Standard Life-Vertriebschef Christian Nuschele die Erweiterung der Fondspalette. Durch die enge Kooperation mit Vanguard solle sich das jetzt ändern.