Fachkräfte sind dieser Tage ein rares Gut – laut einer aktuellen Bertelsmann-Studie gaben zwei Drittel der befragten Entscheider in den Unternehmen an, nicht das gewünschte Personal finden zu können. Unterschiede gibt es dabei je nach Standort des Unternehmens, der Branche, Berufsbild und gewünschter Qualifikation. Vor allem Arbeitnehmer mit abgeschlossener Berufsausbildung werden händeringend gesucht – 48 Prozent der Unternehmen berichteten hier von einem Mangel. Akademiker sind indes eher zu bekommen: Hier ist nur gut jedes vierte Unternehmen (27 Prozent) vom Mangel betroffen.
Um die begehrte Fachkraft vom eigenen Unternehmen zu überzeugen, reicht ein hohes Grundgehalt allein häufig nicht mehr aus. Firmenchefs müssen kreativ werden und mit zusätzlichen Benefits werben. Die Bandbreite reicht dabei vom Firmenwagen über das Netflix-Abo bis hin zum Hunde-Sitter. Beliebteste Arbeitgeber-Zusatzleistungen bleiben laut einer Studie der Continentale jedoch die betriebliche Altersvorsorge (bAV) sowie die betriebliche Krankenversicherung (bKV).
Umso interessanter, auf welche Versicherer Makler in diesen Bereichen sowie bei der Gruppenunfallversicherung, die noch ein Nischendasein fristet, setzen. Diese Frage hat nicht nur procontra seinen Lesern gestellt, sondern auch die Maklergenossenschaft VEMA ihren Mitgliedern.
Die Favoriten in der bAV
Bei der betrieblichen Altersvorsorge, der wohl wichtigsten und am weitesten verbreiteten Arbeitgeber-Zusatzleistung liegt die Allianz in der Gunst der VEMA-Mitglieder weit vorne: 26,73 Prozent der 636 Nennungen entfielen auf die Münchener – auf sie greifen die Makler am ehesten im bAV-Geschäft zurück. Auf den weiteren Plätzen folgen die Alte Leipziger (14,94 Prozent) sowie die Swiss Life (7,55 Prozent) mit einigem Abstand.
Gefragt nach der qualitativen Einschätzung der einzelnen Anbieter – hier werden die Produktqualität, die Antrags- und die Leistungsbearbeitung zusammengefasst – landet indes die LV 1871 unter den VEMA-Mitgliedern mit einer Durchschnittsnote von 1,68 ganz vorne. Es folgen die Alte Leipziger, Swiss Life und die Stuttgarter jeweils mit einer Benotung von 1,7, während die Allianz mit einer Note von 1,95 nur auf dem neunten Platz rangiert.
Die Favoriten in der bKV
Im boomenden Geschäft mit der bKV setzen die Vema-Makler am häufigsten auf die Hallesche. Fast jeder dritte der 275 sich beteiligenden Makler (29,09 Prozent) gab die Hallesche als wichtigsten Produktgeber an. Es folgen die Allianz (16,73 Prozent) sowie die SDK (13,45) auf den weiteren Plätzen. Qualitativ am besten bewerteten die Vema-Makler die Allianz, die auf eine Gesamtnote von 1,54 kam. Auf dem zweiten Platz landete die Barmenia (1,62), gefolgt von der Halleschen (1,68).
Die Favoriten in der Gruppenunfallversicherung
Bei der Gruppenunfallversicherung hat die Haftpflichtkasse indes ihren Titel als meist in Anspruch genommener Produktgeber verloren. „Nur“ 11,42 Prozent der 289 Nennungen entfielen auf den Roßdorfer Versicherer – das reicht in diesem Jahr nur für Platz drei. Häufiger setzten die Makler in diesem Jahr auf die Gothaer (16,61 Prozent) sowie die Zurich (16,26), die im Vorjahr noch auf den Rängen zwei beziehungsweise drei gelandet waren.
Qualitativ schätzen die Makler jedoch weiterhin das Angebot der Haftpflichtkasse am höchsten ein. Mit einer Gesamtnote von 1,63 lag die Haftpflichtkasse vor der Basler (1,65) und der Rhion (1,70). Die Gothaer (1,97) und die Zurich (2,03) finden sich indes auf den Plätzen sechs beziehungsweise acht wieder.
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