Die Diskussion zum Provisionsdeckel – neuerdings von der Bafin auch Provisionsrichtwert genannt – läuft in Deutschland. Getrieben wird sie von der Bafin, vermeintlichen Verbraucherschützern und irritierender Weise auch von Branchenteilnehmern, die meinen, damit den Pools, Vertrieben oder insgesamt dem Maklermarkt schaden zu können. Letzteres finde ich besonders ärgerlich.
Zudem wurde auch gerade wieder die Diskussion über die Abschaffung der Abschlussprovision gestartet. Auch damit soll wohl weniger den Kunden Gutes getan, als Pfründe gesichert werden. Vor allem schadet man damit gerade jungen Berufseinsteigern, die nicht von einer schon aufgebauten Bestandsprovision leben können und damit in die Abhängigkeit von Provisionsvorschusszahlungen von dem einen oder anderen Vertrieb getrieben werden.
Warum schaffen wir es nicht endlich, viel mehr die Gemeinsamkeiten zu betonen, als mit dem Finger auf andere Branchenteilnehmer zu zeigen oder ihnen schaden zu wollen und damit den tatsächlichen Gegnern einer sozial-liberalen Wirtschaftsordnung den Teppich auszurollen.
Ein weiteres Negativbeispiel war jetzt sicherlich das Unvermögen der Branche, einen eigenen Standard zur Abfrage der Nachhaltigkeitspräferenzen der Kunden hinzubekommen. Das scheiterte, trotz erheblichen Bemühens einiger, an zu vielen Partikularinteressen. Mit dem Ergebnis, dass wir nun doch diverse Ergebnisse haben. Für Verständnis in der Vermittlerschaft sorgt das nicht wirklich.
Gute Beispiele gibt es ja auch am Markt, wie die Erweiterung der Träger des DIVA-Instituts neben dem BDV nun auch um die Verbände AfW, VGA und Votum zeigt. Auch die Neuaufstellung des Arbeitskreis Beratungsprozesse als e. V. unter Trägerschaft verschiedener Verbände und Verbünde ist da zu nennen. Mehr davon!

