Die Versicherungsbranche gilt nicht unbedingt als Hort der guten Nachrichten, schließlich ist ihr Geschäft das potenzielle Risiko, mit dem sie, ja, Geld genau damit verdient. Dazu gesellt sich der verbesserungswürdige Ruf von Versicherungsvermittler – um es mal vorsichtig zu formulieren. Dieser Fokus auf gegenwärtige und zukünftige Gefahren gepaart mit dem nur mäßigen beruflichen Ansehen führt schnell dazu, dass positive Entwicklungen aus dem Blick geraten.
Und nicht nur das: Je öfter Menschen negative Medienberichte konsumieren, desto höher ist ihr Stresslevel, was wiederum Folgen für die generelle Gesundheit hat, wie die Neurowissenschaftlerin Maren Urner in einer Studie herausgefunden hat.
Trotz bedrohlichem Klimawandel, steigender Inflation und anhaltender Niedrigzinsphase und trotz des üblen Vermittler-Leumunds gibt es sie, die Good News, die die Branche zuversichtlich stimmen können und sollten. Zumal im Sinne der sich-selbst-erfüllenden Prophezeiung es nur zuträglich ist, die innere Erwartungshaltung zuversichtlich zu stimmen.
Die Angstnation ist optimitisch
Zumal bei einem Gros der Deutschen nicht nur die Zuversicht überwiegt, sie wächst sogar, wie Zahlen des Opaschowski Instituts für Zukunftsfragen (OIZ) belegen. Demnach dominiere der optimistische Blick in die Zukunft: Von 1.000 Befragten gaben im Frühjahr dieses Jahres 86 Prozent an, in positiver Gestimmtheit auf die kommende Zeit zu blicken. Ein Jahr zuvor waren es nur 79 Prozent. Das heißt: Die Menschen trotzen der Pandemie und erhalten sich ihr Vertrauen.
Institutschef Horst Opaschowski nennt das eine Lebenshaltung des „realistischen Optimismus“. „Die Sehnsucht der Bevölkerung nach einem guten und besseren Leben wird immer stärker“, so der Zukunftsforscher. Ein Erklärungsansatz: Die Krise könnte neue Kräfte freigesetzt haben, auch, um die besagte schwere Zeit besser zu bewältigen.
Wer nun unkt, dass sich optimistische Menschen den Risiken des Lebens weniger bewusst seien und deswegen seltener Versicherungen abschließen würde, irrt: Allein die Anzahl der Zusatzversicherungen wie jener der Zahnzusatz-Policen steigt unaufhörlich. Noch dazu kommen neue Geschäftsfelder wie Cyberabdeckungen oder E-Auto-Policen, die das Geschäft mit den Risiken am Laufen halten werden.
Der gute Einfluss der Versicherungsbranche
Und selbst die Werke des Prager Versicherungsjuristen Franz Kafka sind bei genauerem Hinsehen nicht durchweg pessimistisch. Vielmehr trägt seine poetische Ausdrucksweise stets den Hoffnungsschimmer, denn Kafka lässt, trotz aller Verzweiflung, eines nicht zu: die Abkehr von seinen moralischen Werten. Zumal uns ohne Kafkas enger Verbindung mit der Assekuranz die Beschreibung seiner Beamten-Protagonisten wie im Prozess vorbehalten geblieben wären. Und auch Richard Wagner, bekannt für seinen bacchantischen Lebensstil, konnten eben jenen nur weiterführen, weil ihm im Gegenzug für den Abschluss einer Lebensversicherung ein Kredit über 5.000 Taler gewährt wurde. Wenn das kein positiver Einfluss der Versicherungsbranche ist.
Und auch wenn man Versicherungsmakler derzeit nach ihrem Geschäft befragt, so geben sie sich – trotz der derzeit eher schwierigen Marktverhältnisse – optimistisch. Im Rahmen einer Umfrage unter über 230 Unternehmen, die Mitglied beim Bundesverband Deutscher Versicherungsmakler (BDVM) sind, beurteilen 98 Prozent der Versicherungsmakler die Geschäftslage in den ersten acht Monaten dieses Jahrs als „gut“ oder „befriedigend“. Ein Grund: die steigenden Courtage-Einnahmen, die 69 Prozent der Unternehmen verbuchen konnten, während das ein Jahr zuvor nur bei 61 Prozent der Fall war.
In den kommenden Wochen werden wir Ihnen zum Wochenbeginn stets eine gute Nachricht präsentieren, die Ihnen die nötige Zuversicht für die kommende Zeit geben soll. In diesem Sinne hegen wir Positives und blicken zugewandt in die Zukunft.
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