Es ist schon Tradition: Jedes Jahr wird die DKM – zumindest für die Presse – mit einer Konferenz des Veranstalters bbg sowie des Vermittlerverbands BVK eröffnet. Daran hat sich auch in diesem Jahr nichts geändert – ansonsten wurde in den Dortmunder Westfalenhallen im Vergleich zu den Vorjahren jedoch einiges umgekrempelt, die Corona-Pandemie zeigt weiterhin ihre Spuren.
Vieles musste im Laufe des Jahres neu geplant und konzipiert werden, als deutlich wurde, dass Corona durch neue Varianten auch im Herbst dieses Jahres noch längst nicht abgehakt sein würde. „Hinter uns liegen zwei harte Jahre. Zahlreiche Konzepte wurden erstellt, Gespräche mit Vermittlern und Ausstellern geführt, Ideen weiterentwickelt und auch verworfen“, blickte bbg-Geschäftsführer Konrad Schmidt zurück.
Wer nicht kommt muss Strafe zahlen
Damit die Branchenmesse, anders als im vergangenen Jahr, auch wieder als Präsenzveranstaltung stattfinden kann, waren einige Anpassungen am Konzept notwendig:
Um ein Gedränge auf den Gängen zu vermeiden, ist die Zahl der Besucher reduziert worden. Insgesamt 2.400 Makler haben ihren Besuch vor Ort angemeldet, 2.300 weitere werden über das Internet Vorträge und Kongresse mitverfolgen. Inklusive Standpersonal werden insgesamt 6.200 Menschen an der Messe teilnehmen.
Damit die raren Eintrittskarten auch tatsächlich genutzt werden, gibt es erstmalig in diesem Jahr eine sogenannte „No-Show-Gebühr“. Besitzer einer Eintrittskarte, die sich nicht bis zum 17. Oktober abgemeldet haben, müssen eine Gebühr von 45 Euro zahlen. Damit wolle man mehr Verbindlichkeit schaffen und die teils sehr hohe No-Show-Quote der vergangenen Jahre aufbessern, teilte Schmidt mit. Die Quote habe zuletzt bei rund 30 Prozent gelegen.
Fokus aufs Wesentliche
Auch bei den Ausstellern gibt es Änderungen festzustellen. Zum einen ist die Zahl der Aussteller wesentlich geringer als noch in der Vor-Corona-Zeit: Statt 358 wie noch 2019 sind es 2021 nur 179 Unternehmen mit eigenem Messestand. Dennoch ist man zufrieden beim Veranstalter: „Alle Standflächen sind ausgebucht“, bemerkt Schmidt.
Bilder: alle Adobe Stock: Sandor Jackal/peterschreiber.media/oatawa/Teodor Lazarev
Die zweite Neuerung ist vorwiegend optischer Natur: Statt überbordender Stände mit allerlei Chichi und Tamtam herrscht in diesem Jahr optische Einförmigkeit: Alle Stände sind einheitlich konzipiert, zwischen ihnen liegen große Sitzbereiche. Allgemein ist der Messe-Trubel in diesem Jahr deutlich leiser zu vernehmen, es wirkt beschaulicher. Das mag so manchem befremdlich erscheinen, ermöglicht aber einen Fokus aufs Wesentliche.
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