Jungmakler-Award: Frauen gehen voran

Gleich zwei von drei Podiumsplätzen beim diesjährigen Jungmakler-Award gingen an Maklerinnen. Insgesamt zeigt sich: Die Beratung wird immer digitaler.

Frauen sind im Bereich der Versicherungsvermittlung selten zu finden. „Der selbstständige Versicherungsvertrieb ist nach wie vor eine Männerdomäne“, befand jüngst der Vermittlerverband BVK in seiner aktuellen Strukturanalyse. Fast neun von zehn Vermittlern sind demnach männlich. Bei den Maklern ist das Geschlechterverhältnis ausgeglichener, wenn auch nur marginal: 13 Prozent der Makler sind Frauen.  

Umso bemerkenswerter ist es folglich, dass bei der diesjährigen Wahl zum „Jungmakler des Jahres“ gleich zwei von drei Podiumsplätzen von Frauen eingenommen werden. Ganz oben auf dem Treppchen: Hava Misimi, Geschäftsführerin der Yfinance GmbH aus München. Misimi vermittelt nicht nur Finanzprodukte, sondern auch Finanzwissen, lobte Jan Roß, Bereichsvorstand Maklervertrieb bei der Zurich, die Münchenerin, die 2018 ihren eigenen Finanzblog startete und mittlerweile auch ein eigenes Buch („Money Kondo – Wie Du heute Deine Finanzen aufräumst und morgen freier lebst: Erfolgreich sparen und anlegen“) veröffentlicht hat. Auch auf Instagram ist die Münchenerin sehr aktiv: Mittlerweile 20.600 Followern erklärt sie dabei nicht nur verständlich Details zur BU-Versicherung, aber auch Spartipps für das nächste Halloween-Kostüm.  

Zugleich überzeuge Misimi mit ihrer digitalen Beratungsstrategie, lobte die Jury. So gibt es persönliche vor-Ort-Beratung nur zu festen Terminen in Pop-up-Stores in München. Hierbei handelt es sich um Räumlichkeiten, die nur kurzfristig angemietet werden.

Auf dem zweiten Platz landete mit Marie Christina Schröders (Safive GmbH & Co KG) eine weitere Frau und zugleich ein bekanntes Gesicht – bereits 2018 hatte Schröders im Finale des Jungmaklers-Awards gestanden. Schröders überzeuge mit ihrer ganzheitlichen Beratung, die auf sehr aufwendig erstellten Gutachten beruhe, hob die Jury hervor. In diesen werden auch aktuelle rechtliche und steuerliche Gegebenheiten berücksichtigt, ebenso wie Patientenverfügungen, Vorsorgevollmachten und Testamente.   

Auf dem dritten Rang landete „Versicherungsgeek“ Alexander Teßmann, der sich auf die Zielgruppe der E-Sportler, Streamer und Gamer spezialisiert hat und es dabei schaffe, das Versicherungs-Latein in die Sprache seiner Zielgruppe zu übersetzen. Beratungen bietet der Dresdener nur online an. Diese Strategie gehe auf, da Teßmann seine Kunden da abhole, wo diese sich auch aufhalten, lobte die Jury.  

Insgesamt 100 Makler hatten sich in diesem Jahr um die Jungmakler-Auszeichnung beworben.