Das Maklerunternehmen MRH Trowe mit Firmensitz in Frankfurt am Main erweitert sein bundesweites Netz um ein weiteres großes Vermittlerbüro. Wie heute bekannt wurde gehen die Hessen eine strategische Partnerschaft mit dem Hamburger Versicherungs- und Finanzmakler afm Holding AG ein. MRH Trowe spricht von einer signifikanten Markterweiterung in Norddeutschland.
Über die Details der Transaktion haben beide Unternehmen Stillschweigen vereinbart. Der Versicherungsmonitor berichtet allerdings davon, dass die Frankfurter 49 Prozent an dem Hamburger Unternehmen erhalten und die knappe Mehrheit weiterhin in den Händen der beiden Vorstände und Inhaber, Jan Weithase und Bernd Rademann, bleiben wird. Eine diesbezügliche Nachfrage unserer Redaktion hat MRH Trowe nicht bestätigt, aber auch nicht dementiert.
Symbiotischer Effekt
In der Pressemitteilung heißt es, die afm Unternehmensgruppe sei seit knapp 30 Jahren im Markt aktiv und betreue mehr als 70.000 Kunden im Gewerbekunden- und hochwertigen Privatkundensegment. Gerade in letzterem erhofft sich MRH Trowe durch die Partnerschaft einen Ausbau seiner Geschäfte in Norddeutschland. Mit seinen 200 Mitarbeitern, darunter rund 100 Kundenberater, zähle afm zu den „Top 25 Maklerhäusern bundesweit“, heißt es.
Bei afm setzt man hingegen auf positive Effekte aus der gewerblichen Großkunden-Expertise der Frankfurter. „Durch die Partnerschaft mit MRH Trowe streben wir ein ambitioniertes Wachstum an, indem wir unser Angebot für Großkunden schärfen können“, sagt Rademann, der zusammen mit Weithase weiterhin die Geschäfte von afm führen soll.
Konsolidierung auf dem Maklermarkt
MRH Trowe hat seit Beginn des Jahres 2021 bereits 14 weitere Maklerunternehmen in ganz Deutschland aufgekauft. Ziel sei eine fachlich breite, bundesweite Aufstellung und die Erschließung neuer Kundensegmente.
Doch auch darüber hinaus ist seit einiger Zeit eine Konsolidierungsbewegung auf dem Maklermarkt erkennbar. MLP hatte im Frühjahr zugekauft, ebenso wie Policen Direkt, die auf diesem Gebiet ebenfalls schon seit einiger Zeit sehr aktiv sind. Auch der Münchener Maklerpool JDC plant seit kurzem, einzelne Makler aufzukaufen.


