Nachhaltige Altersvorsorge und verbesserter E-Auto-Schutz

Die Württembergische verbessert die Konditionen für Elektro- und Hybrid-Fahrzeugbesitzer, die Basler hat ihre Risikolebensversicherungen neu aufgestellt, bei der Condor Lebensversicherung setzt man in puncto Altersvorsorge auf ESG-Kriterien und die Stuttgarter hat ihre Einkommensabsicherung auf den Prüfstand gestellt.

Risikovoranfrage Bild: procontra

Ein neues Digital-Tool für Risikovoranfragen in den Bereichen Berufsunfähigkeit und Risiko Leben hat der Lübecker Maklerpool blau direkt für seine angeschlossenen Vermittler im Programm. Bild: procontra

Neuer Kfz-Tarif für Elektro-Autos  

Einen neuen Tarif für die Kfz-Versicherung von Elektro- und Hybrid-Fahrzeugen hat die Württembergische auf den Markt gebracht. Seit 1. Juli ist in der Vollkaskoversicherung der Tariflinie „PremiumSchutz“ eine Allgefahrendeckung für Akkus enthalten. In der Teilkaskoversicherung besteht ab sofort Versicherungsschutz für die eigene, auch mobile Ladestation oder Wallbox sowie für das Ladekabel und die Ladekarte. Außerdem werden die Entsorgungskosten für beschädigte Akkus ohne Begrenzung übernommen, auch nach einem Brand oder bei einem Totalschaden. Bis Mitte 2022 gewährt der Versicherer einen Preisvorteil auf die Beiträge in Höhe von 20 Prozent für E-Autos und zehn Prozent für Hybridfahrzeuge.  

Neu bei der Württembergischen ist außerdem eine digitale Kfz-Zulassung. Damit können Kunden über die Berater vor Ort Fahrzeuge von zu Hause aus digital zulassen, Wartezeiten bei den Kfz-Zulassungsstellen entfallen.  

Günstigere Prämien für mehr als 2.000 Berufe 

Die Basler hat ihre Risikolebensversicherungen neu aufgestellt: Mit einem Produkt-Update werden laut Eigenangaben für mehr als 2.000 Berufe günstigere Prämien angeboten. So werden beispielsweise Berufe, die eine akademische Ausbildung voraussetzen, in eine bessere Klasse umgestellt. Und für Versicherte in der betreffenden Berufssparte ist die Prämie für den Todesfallschutz bei einem Neuabschluss nun günstiger als bisher. Eine weitere Neuerung: Der Spezialantrag „Baufi“ ist ab sofort mit einer stark verkürzten Gesundheitsprüfung im Basler Rechenkern hinterlegt. Den Antrag können Kunden, die in den vergangenen acht Monaten einen Darlehensvertrag für Baufinanzierungen aufgenommen haben, nutzen. Dabei ist bis zu einem Alter von 45 Jahren eine Absicherungshöhe von bis zu 500.000 Euro möglich. Wer keine Baufinanzierung abgeschlossen hat, bekommt mit dem EasyGoing- Antrag der Basler die Möglichkeit einer verkürzten Gesundheitsprüfung. Dabei ist bis zu einem Alter von 40 Jahren eine Absicherungshöhe von 300.000 Euro möglich. 

Nachhaltige Anlagestrategie für die Rente 

Die Condor Lebensversicherungs-AG will mit einer neuen, nachhaltigen Anlagestrategie für ihre fondsgebundenen Rentenversicherungen punkten. Mit BlueMix wird parallel in mehrere Fonds investiert, die ESG-Kriterien erfüllen. Die Auswahl dieser Fonds übernehmen Experten der Ratingagentur Scope Analysis. Sie überwachen auch die Qualität der Fonds und empfehlen bei Bedarf einen Fondsaustausch, der für die Versicherten kostenlos ist.  

BlueMix kann in allen Condor-Fondspolicen gewählt werden und ergänzt das bestehende Fondsangebot. Vier Varianten kommen für die neue Anlagestrategie in Frage, je nach Lebensphase oder persönlicher Risikoneigung. Sie unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Aktienquote, die von 40 Prozent bis hin zu 100 Prozent reicht. Neben der Gewichtung von ESG-Kriterien setzen die Aktienfonds auch auf zukunftsorientierten Anlagethemen, beispielsweise auf Gesundheit.  

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Stuttgarter überarbeitet ihre Einkommensabsicherung 

Seit einem Jahr hat die Stuttgarter ihr Einkommensabsicherungs-Konzept „easi“ auf dem Markt – nun gibt es ein Update. Dazu gehören ein endloser Dynamik-Widerspruch, erweiterte Nachversicherungsoptionen und zinslose Beitragsstundungen. Künftig können Nachversicherungsoptionen auch bei einer staatlich anerkannten Aufstiegsqualifizierung genutzt werden, sie betragen bis zu 200 Prozent der Ursprungsrente. Bei Zahlungsschwierigkeiten, beispielsweise im Fall von Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit, ist weiterhin eine zinslose Beitragsstundung möglich. Die BU PLUS und BU PLUS für Schüler punkten unterdessen mit einer vereinfachten Anerkenntnis, einer erhöhten Wiedereingliederungshilfe sowie einer zeitlich ausgeweiteten Berufswechseloption. Beim GrundSchutz+ und GrundSchutz+ für Kids wurden die Leistungsauslöser verbessert und der Wechsel in die BU vereinfacht.   

Außerdem gibt es bei den BU-Tarifen Neuerungen: Für Schüler, Auszubildende und Studierende verlängerte die Stuttgarter die Berufswechseloption um weitere fünf auf insgesamt zehn Jahre. Nach zehn Jahren ist eine günstigere Einstufung beim Berufswechsel und damit ein günstigerer Preis möglich. Weitere Anpassungen in der BU PLUS umfassen die Erhöhung der Wiedereingliederungshilfe auf 12.000 Euro sowie eine Konkretisierung der Infektionsklausel. So gilt ab sofort für die Krankheitsbilder Krebs, Schlaganfall, Einschränkung der Herz- oder Lungenfunktion sowie Seh-, Hör- und Sprachverlust eine vereinfachte Anerkenntnis. Eine Beantragung mittels Facharztbericht ist hierfür ausreichend.  

Vorstandswechsel bei der Alten Leipziger  

Einen Wechsel in der Führungsetage kündigt die Alte Leipziger Pensionskasse an. Zum 1. Juli wurde Michael Reinelt in den Vorstand berufen und löst damit Peter Seng ab, der nach 17-jähriger Tätigkeit für die ALH-Gruppe in den Ruhestand geht. Unter seiner Leitung sei die starke Position der Versicherungsgesellschaft in der bAV „gefestigt und ausgebaut“ worden, heißt es in einer entsprechenden Presseerklärung.  

Michael Reinelt ist ab sofort auch Geschäftsführer der Alte Leipziger Treuhand GmbH sowie der Alten Leipziger Pensionsmanagement GmbH und leitet den Zentralbereich Betriebliche Altersversorgung. Bis Ende 2020 arbeitete er in diversen Führungsfunktionen in der bAV bei der Generali Deutschland und war unter anderem Mitglied im Vorstand der Generali Deutschland Pensionskasse AG und der Generali Pensionsfonds AG.  

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