Nachhaltige Geldanlage: Makler genießen gleiches Vertrauen wie die Familie

Im Wust von mehr oder weniger nachhaltigen Investmentprodukten sind viele Menschen dringend auf Hilfe angewiesen. Erster Ansprechpartner ist dabei für viele der Vermittler.

Nachhaltigkeit ist im Kommen – immer mehr Menschen wollen bei ihrer Geldanlage nicht mehr allein auf die Rendite schauen, sondern auch sicherstellen, dass ihr Investment keine negativen Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft haben. Auch in der Versicherungswirtschaft ist dieser Trend längst angekommen.

Laut einer Umfrage des Versichererverbands GDV aus dem vergangenen Juli kann sich knapp die Hälfte der Deutschen (46 Prozent) den Abschluss einer nachhaltigen Versicherung zumindest vorstellen – bei den unter 30-Jährigen ist die Abschlussbereitschaft besonders hoch (51 Prozent).  

Jeder Dritte kennt nachhaltige Versicherungen nicht

Allerdings gibt es diverse Herausforderungen. So weiß laut GDV nur ein Drittel der Befragten überhaupt von der Existenz nachhaltiger Versicherungen. Problem Nummer 2: Was nachhaltig ist, ist weiterhin größtenteils Auslegungssache. Während manche Versicherer bei der Geldanlage bestimmte Branchen komplett ausschließen wollen, setzen andere auf den sogenannten Best-in-Class-Ansatz – hierbei wird auch in per Definition nicht nachhaltige Branchen, wie beispielsweise in die Kohleindustrie, investiert, allerdings nur in die Unternehmen, die sich bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitskriterien besonders hervortun.  

Auf der Suche nach Antworten nehmen Vermittler eine Schlüsselfunktion ein – das zeigt eine Umfrage der Bayerischen zum Thema nachhaltiger Geldanlage. So erklärte ein Viertel der 2.144 Ende März befragten Personen, dass Anlageberater beziehungsweise Versicherungsvermittler die für sie wichtigste Informationsquelle seien, wenn es um das Thema nachhaltige Anlageprodukte gehe. Damit haben Vermittler eine genauso große Rolle wie die eigene Familie (beide jeweils 25 Prozent). Auch Fachmedien (online sowie offline) genießen unter den Befragten ein großes Vertrauen – auf sie setzen 24 Prozent.

Vermittler sind erster Ansprechpartner

„Die Studienergebnisse untermauern eindrucksvoll, dass Vermittler und Anlageberater für Verbraucher auch beim Thema nachhaltige Finanzprodukte erster Ansprechpartner sind und das Vertrauen hoch ist – allen Unkenrufen über das Aussterben des Berufsstandes zum Trotz“, sagt Daniel Regensburger, Geschäftsführer der Bayerischen-Tochter Pangaea Life. Hier zahlt sich aus, dass sich viele Vermittler das Thema längst auf die Fahnen geschrieben haben. Laut der ESG-Vermittlerumfrage von Franke & Bornberg gaben zwei von fünf Vermittlern an, dass das Thema Nachhaltigkeit genereller Bestandteil ihrer Beratung sei.  

Bei der Wahl des passenden nachhaltigen Anlageprodukts setzen Anleger übrigens vor allem auf Sicherheit. Knapp die Hälfte der Befragten (49 Prozent) nannte Sicherheit als maßgeblichen Aspekt, es folgen Rendite (39 Prozent) und Transparenz (31 Prozent). „In unsicheren Zeiten wie diesen, treibt es Anleger mehr denn je in Produkte, die ein hohes Maß an Sicherheit versprechen“, sagt Regensburger – zugleich dürften auskömmliche Renditen jedoch nicht vernachlässigt werden.

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