Deutschland ächzt derzeit unter einer kurzen, dafür intensiven Hitzewelle. Im Südwesten und Westen des Landes erwarten Meteorologen Temperaturen von bis zu 40 Grad und darüber hinaus.
Bereits Temperaturen ab 30 Grad können für Autofahrer zu einer Gefahr werden. Durch die Hitze dehnen sich nämlich die Betonplatten der Fahrbahn aus. Wenn die Fugen den entstehenden Druck nicht mehr ausgleichen können, hebt sich die Straßendecke an und platzt auf – es kommt zu sogenannten Blow-ups. Betroffen sind ausschließlich Betonfahrbahnen – doch diese machen laut Angaben des ADAC noch immer 30 Prozent der deutschen Autobahnen aus.
Für Autofahrer stellen die aufgeplatzten Fahrbahnen ein erhebliches Unfallrisiko dar. Kommt es zu einem Schaden, leistet ausschließlich die Vollkaskoversicherung. Das stellt der Versichererverband GDV in einer aktuellen Pressemitteilung klar. „Die Vollkaskoversicherung ersetzt Schäden am eigenen Auto oder Motorrad, auch solche nach einem selbst verursachten Crash wegen aufgeplatzter Fahrbahnen“, teilt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen mit.
Hohe Hürden für Staatshaftung
Zwar komme unter Umständen auch eine Haftung der Autobahn- und Straßenmeistereien infrage. „Dafür müssten der Straßenmeisterei aber Versäumnisse in ihrer Verkehrssicherungspflicht nachgewiesen werden“, so Asmussen. Die Hürden liegen allerdings hoch. Denkbar wäre dies beispielsweise für den Fall, wenn die Straßenmeisterei es trotz Kenntnis der Beschädigung versäumt, einen Warnhinweis aufzustellen.
Vor allem für Motorradfahrer stellen die Blow-ups eine große Gefahr dar. Auch deshalb rät der GDV allen Verkehrsteilnehmern, besonders aufmerksam und vorausschauend zu fahren.

