Von den Nachbarn lernen, heißt Umsatz steigern

Immerhin: Experten wie der Fachjournalist Thorsten Riedl sehen so etwas wie Licht am Ende des Tunnels. „Spätestens Anfang 2022 bekommt das Thema E-Health einen ordentlichen Schub“, schrieb Riedl im Frühjahr in einem Beitrag für die „Süddeutsche Zeitung“. Grund für diesen Optimismus: Zu diesem Zeitpunkt soll das digitale Rezept bei verschreibungspflichtigen Medikamenten Standard werden. Ein wichtiger Schritt, den andere Länder allerdings längst vollzogen haben. Im Vergleich mit ihnen wird Deutschland aber nun zumindest etwas aufschließen.
Das ist auch bitter nötig. Denn als die Bonner Forschungsgesellschaft „empirica Gesellschaft für Kommunikations- und Technologieforschung“ 2019 im Auftrag der Bertelsmann Stiftung untersuchte, wie weit 17 unterschiedliche Staaten bei der Digitalisierung ihres Gesundheitswesens sind, landete Deutschland auf dem vorletzten Platz. Nur Polen war noch schlechter.
Zwar ist seitdem einiges passiert. Nach Ansicht namhafter Fachleute aber noch zu wenig. So bezeichnet der Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen, Ferdinand Gerlach, Deutschland gern mal als „Entwicklungsland“, wenn es um E-Health geht. Was andere Länder besser machen, zeigt die
