Welche Geldanlagen profitieren von der Corona-Pandemie?

Geschlossene Geschäfte und am Boden bleibende Flugzeuge sorgten dafür, dass die Deutschen wesentlich mehr Geld auf die hohe Kante legten. Welche Geldanlageform davon profitierte, hat nun der Verband der Privaten Bausparkassen untersucht.

Restaurants haben geschlossen, ein Einkaufsbummel fällt aufgrund der derzeitigen Corona-Lage auch aus und auch Urlaubspläne wurden von vielen Deutschen erst einmal auf die lange Bank geschoben. Die Konsequenz: Die Deutschen – die eh schon als Sparweltmeister gelten – legen noch mehr Geld als sonst auf die hohe Kante. Laut Statistischem Bundesamt gingen die Konsumausgaben im vergangenen Jahr um knapp fünf Prozent zurück, zugleich stieg die Sparquote von 10,9 Prozent 2019 auf 16,3 Prozent deutlich an.  

Die Frage, die sich für viele Verbraucher stellt: Wohin mit dem gesparten Geld? Auch wenn die Zahl der Aktienbesitzer 2020 laut Deutschem Aktieninstitut 2020 um 2,7 Millionen Deutsche anwuchs, scheint die Mehrheit der Menschen doch weiter auf Giro- und Sparkonten zu setzen. Dies legt zumindest die jährliche durchgeführte Sparverhalten-Umfrage des Verbandes der Privaten Bausparkassen nahe, für die insgesamt 2.000 Personen über 14 Jahren befragt wurden.  

47 Prozent der Befragten gaben an, bevorzugt aufs eigene Girokonto zu setzen – das waren sieben Prozent mehr als 2019. 43 Prozent gaben an, ihr Sparkonto zur Geldanlage zu nutzen – ein Plus von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Die Möglichkeiten des Geldausgebens sind limitiert und reale oder befürchtete Job-/Einnahmeverluste steigern die Unsicherheit der Sparer“, kommentierte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Privaten Bausparkassen, Christian König, dieses Ergebnis.   

Auf dem dritten Platz landeten mit 30 Prozent (+ 2 Prozentpunkte) private Lebens- und Rentenversicherungen, gefolgt von Bausparverträgen (28 Prozent, + 1 Prozentpunkt) und Immobilien (26 Prozent, + 1 Prozentpunkt).

Die beliebtesten Geldanlageformen

Trotz der erfreulichen Bereitschaft vieler, sich für Aktieninvestments zu öffnen, scheint bei vielen Deutschen offenbar immer noch ein sehr großer Beratungsbedarf im Hinblick auf die eigene Geldanlage zu bestehen. Schließlich erheben immer mehr Banken Verwahrentgelte auf Bankguthaben – Bestandskunden müssen mittlerweile vereinzelt sogar schon ab einem Guthaben von 25.000 Euro zahlen.