Welche Schlagzeilen Sie 2021 am meisten interessierten

Ob Übernahmen, Bundestagswahl oder schwere Unwetter: Das zurückliegende Jahr 2021 war ereignisreich. Doch welche Nachrichten und Beiträge sorgten bei Ihnen, unseren Lesern, für das größte Interesse?

Denkt man an das Jahr 2021 zurück, fällt einem so einiges Berichtenswertes ein. Ein englischer Investor übernimmt Deutschlands größten Maklerpool Fonds Finanz, die Reform der deutschen Finanzaufsicht BaFin, eine neue Pflegereform, die Erweiterung des DAX auf 40 Unternehmen oder das schwere Unwetter, das weite Teilen von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen ins Chaos stürzte. Doch welche Berichte interessierten Sie am meisten? Wir haben für Sie einmal in unser Archiv geschaut.

Januar: Die steigenden Zusatzbeiträge

Wie auch in diesem Jahr erhöhten Anfang 2021 zahlreiche Krankenkassen ihre Zusatzbeiträge. Hiervon waren 2021 besonders viele Versicherte betroffen: Laut Berechnungen des Vergleichsportals Verivox mussten die Kunden von 31 öffentlich zugänglichen Krankenkassen mehr für ihren Gesundheitsschutz zahlen.    

Februar: Die Rechtschutzversicherer mit den größten Verlusten 

Mit der Rechtsschutzversicherung Geld verdienen – das ist für viele Versicherer derzeit alles andere als leicht. Vor allem – aber nicht nur – der Diesel-Skandal treibt die Prozesskosten nach oben. Laut Branchenverband GDV stiegen die zu zahlenden Anwalts-, Gerichts- und Gutachterkosten mittlerweile auf 1,21 Milliarden Euro. Damit ist der Dieselskandal das teuerste Schadenereignis in der Geschichte der Rechtsschutzversicherung. Manche Versicherer stecken auch deshalb tief in den roten Zahlen, wie wir im Februar berichtet haben. Im Dezember legten wir zudem ein Update vor.

März: Erste Nahles-Rente vereinbart

Auf dem Betriebspartnermodell, der sogenannten Nahles-Rente, liegen seitens der Politik große Hoffnungen, wenn es darum geht, die Altersvorsorge für große Teile der Bevölkerung zukunftsfest zu gestalten. Im März vergangenen Jahres wurde dann nach langem Warten tatsächlich die erste Vereinbarung für die Beschäftigten der Talanx-Gruppe getroffen. Viele werteten diesen Abschluss als Startschuss – doch passiert ist seitdem wenig. Noch immer prüft die Finanzaufsicht BaFin das vorliegende Abkommen.      

April: Neue Vorschläge für die Bürgerversicherung

Es hat eine gewisse Tradition: In Wahljahren wird gerne einmal über die Zukunft der Gesundheitsvorsorge debattiert. Gegner des zweigleisigen Modells sprechen sich in diesem Zusammenhang für die Einführung einer Bürgerversicherung aus. Auch 2021 wurde wieder diskutiert. Die Grünen mischten mit einem Vorschlag, der ein Nebeneinander von Bürgerversicherung und privater Krankenversicherung vorsah, mit. Jedoch ohne Erfolg – bei den späteren Koalitionsverhandlungen wurde das Thema Bürgerversicherung sehr schnell wieder zu den Akten gelegt.        

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Mai: Die DVAG und der fragwürdige "Mandantenschutzbrief"

Ein sogenannter Mandantenschutzbrief mit dem Logo der DVAG sorgte im vergangenen Mai für Ärger. Makler, die ihren Kunden eine Kündigung der beim Finanzdienstleister abgeschlossenen Altersvorsorge- oder BU-Verträge empfahlen, sollten in einem Schreiben die durch den Wechsel möglichen finanziellen Verluste beziffern. Die DVAG gab sich unwissend – aus der Zentrale komme dieser Brief nicht, hieß es. Bis heute ist der Autor unbekannt.        

Juni: CDU veröffentlicht Wahlprogramm und irritiert

Als letzte der im Bundestag vertretenen Parteien veröffentlichte schließlich auch die CDU im Juni 2021 ihr Wahlprogramm zur Bundestagswahl – und irritierte dabei viele Vermittler, da unter anderem ein Altersvorsorge-Standardprodukt, das ohne Abschlusskosten auskommen solle, vorgeschlagen wurde. In der Gunst der Vermittler rutschten die Christdemokraten über das Jahr weit hinter die FDP – ob hierfür das Wahlprogramm, der Spitzenkandidat oder doch andere Gründe maßgeblich waren, bleibt unbekannt.  

Juli: Diese Krankenversicherer verloren die meisten Vollversicherten

Die Zahl der in der privaten Krankenversicherung Versicherten hat sich auch 2020 – wenn auch nur geringfügig – rückläufig entwickelt. Ein Blick in die Geschäftsberichte der einzelnen Versicherer verriet, wer besonders vom Schwund betroffen war und wer hingegen zulegen konnte.    

August: Ergo-Vertreter muss 139.000 Euro zurückzahlen

Im August berichteten wir über ein Urteil des Landgerichts Berlin, das sicherlich nicht zu den wichtigsten Justizentscheidungen 2021 gehörte, jedoch einige interessante Fragen im Bezug auf das Thema Stornohaftung beantwortete. Die Akteure des behandelten Falls: Ein ehemaliger Vertreter, der einst in den höchsten gesellschaftlichen Berliner Kreisen verkehrte, die Ergo sowie die lybische Botschaft.  

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September: Schadenersatz von fünf Millionen für Falschberatung

Auch im September war für Sie eine Gerichtsentscheidung von größtem Interesse. So verurteilte das Landgericht Hamburg einen Makler zu fünf Millionen Euro Schadenersatz und fasste dabei die Betreuungspflichten von Versicherungsmaklern sehr weit. Auch im Hinblick auf das Thema Haftungsbegrenzungen bietet das Urteil Anlass für Vermittler, ihre Maklerverträge noch einmal genau zu überprüfen.

Oktober: Die Könige des Fondsgeschäfts

Das Fondsgeschäft wird für die Lebensversicherer immer wichtiger – auch bei vielen Kunden reift zunehmend die Erkenntnis, dass klassische Garantieprodukte nicht mehr zeitgemäß sind. Im Rahmen unseres LV-Checks überprüften wir, welche Lebensversicherer beim Fondspolicengeschäft zuletzt die Nase vorne hatten.

November: Böhmermanns Kritik an der DVAG

Auch im November bestimmte die DVAG die Schlagzeilen. Grund war unter anderem die Berichterstattung von ZDF-Satiriker Jan Böhmermann, der in einem Beitrag viel Altbekanntes über den Wieslocher Finanzvertrieb zusammentrug. Schaden wird der Beitrag der DVAG wohl kaum – wohl aber dem Vermittler, der die gängigen Vorurteile gegen sich durch die Berichterstattung bestätigt sieht.

Dezember: Diesen Kfz-Versicherern fuhren die Kunden davon

Der Markt für Kfz-Versicherungen gehört zu den umkämpftesten Versicherungsmärkten in Deutschland. Jahr für Jahr werben die Versicherer mit großen Budgets um wechselwillige Kunden. Nicht immer mit Erfolg: Wer 2020 die meisten Kunden ziehen lassen musste, zeigt dieser Beitrag.

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