Im Oktober hat die Bundesregierung ihr Rentenpaket in den Bundestag eingebracht; später soll eine große Reform folgen. Über einzelne Punkte wird lebhaft gestritten. Neben der Stabilisierung des Rentenniveaus bei 48 Prozent geht es auch um die Einführung der „Mütterrente III“. Das Ziel: Für Kinder, die vor 1992 geboren wurden, soll es ab 2027 die gleiche Leistung geben wie für später geborene. Ein Punkt, der für Kontroversen sorgt. So warnen etwa das ifo Institut und Arbeitgeberverbände vor „erheblichen Mehrausgaben“ in Milliardenhöhe. Auch jüngere Unionsabgeordnete lehnen weitere Belastungen ab. Beobachter halten es daher für möglich, dass die Mütterrente zunächst vom Parlament abgesegnet, später aber noch einmal zur Disposition gestellt werden könnte, zumal die Deutsche Rentenversicherung (DRV) auch große Umsetzungsprobleme sieht.