6. Adventskalender-Tür

Steile Thesen 2026: „Rentenreform ohne Mütterrente“

Gewagt? Absurd? Oder doch gar nicht so unwahrscheinlich? procontra stellt einige steile Thesen für 2026 auf und beleuchtet ihre Wahrscheinlichkeit. Heute im Türchen: Was geschieht mit der Mütterrente?

6. Türchen 2025

Die 6. Tür unseres Adventskalenders 2025 mit allen „Steilen Thesen“ für das kommende Jahr. | | Quelle: Illustration: Roman Kulon

Hintergrund

Die Bundesregierung arbeitet an einer großen Rentenreform. Nicht unumstritten ist der Punkt der Mütterrente III, die eine vollständige Gleichstellung der Kinderer­ziehungszeiten vorsieht.

Im Oktober hat die Bundesregierung ihr Rentenpaket in den Bundestag eingebracht; später soll eine große Reform folgen. Über einzelne Punkte wird lebhaft gestritten. Neben der Stabilisierung des Rentenniveaus bei 48 Prozent  geht es auch um die Einführung der „Mütterrente III“. Das Ziel: Für Kinder, die vor 1992 geboren wurden, soll es ab 2027 die gleiche Leistung geben wie für später geborene. Ein Punkt, der für Kontroversen sorgt. So warnen etwa das ifo Institut und Arbeitgeberverbände vor „erheblichen Mehrausgaben“ in Milliardenhöhe. Auch jüngere Unionsabgeordnete lehnen weitere Belastungen ab. Beobachter halten es daher für möglich, dass die Mütterrente zunächst vom Parlament abgesegnet, später aber noch einmal zur Disposition gestellt werden könnte, zumal die Deutsche Rentenversicherung (DRV) auch große Umsetzungsprobleme sieht.

Prognose

Die Mütterrente ist ein Wunschprojekt der CSU. Daher ist es nicht wahrscheinlich, dass sie komplett gestrichen wird. Denkbar sind aber Nachbesserungen oder eine zeitliche Verschiebung.

Wahrscheinlichkeit: 20 Prozent