Aktuelle Analyse

Immobilienmarkt: So viel Wohnfläche bekommt man für 500.000 Euro

Wie viel Wohnraum bekommt man für 500.000 Euro? Eine Antwort auf diese Frage liefert eine aktuelle Analyse von Immoscout24 – mit zum Teil überraschenden Erkenntnissen.

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13:03 Uhr | 26. März | 2025
Besonders in den Städten und Kreisen rund um München gewinnen Immobilien weiter an Wert.

Die regionalen Unterschiede auf dem deutschen Immobilienmarkt sind zum Teil recht groß. Quelle: Westend61

Die Immobilienpreise in Deutschland sind äußerst differenziert. Für ein Budget von 500.000 Euro erhält man je nach Region völlig unterschiedliche Immobilien – von einer 66-Quadratmeter-Wohnung in München bis hin zu einem 310-Quadratmeter-Haus im Landkreis Gotha. Das zeigt eine Analyse von Immoscout24. Das bedeutet: Wer beim Standort flexibel ist, kann deutlich größere Immobilien erwerben.

Metropolen: Stuttgart und Düsseldorf bieten viel Platz

Im Vergleich der sieben deutschen Metropolen kann sich bei einem Budget von 500.000 Euro die Größe einer Eigentumswohnung annähernd verdoppeln: In Düsseldorf bekommt man dafür 105 Quadratmeter – in München lediglich 66 Quadratmeter. 15 Quadratmeter mehr (81 Quadratmeter) gibt es in Hamburg.

Für den Hauskauf bieten sich in Köln und Frankfurt am Main mit 160 beziehungsweise 157 Quadratmetern die besten Chancen auf viel Wohnraum. Besonders wenig Wohnfläche haben Häuser in Berlin mit 118 Quadratmeter und Düsseldorf (123 Quadratmeter).

Preiswerte Wohnungen in Westdeutschland

Die größten Eigentumswohnungen für 500.000 Euro gibt es im niedersächsischen Wolfsburg mit durchschnittlich 147 Quadratmetern. Im Ennepe-Ruhr-Kreis (Nordrhein-Westfalen) bekommt man im Schnitt eine Wohnung mit 144 Quadratmetern, und 139 Quadratmeter Wohnfläche sind es im Landkreis Waldshut nahe des Bodensees.

Hauspreise: Große Unterschiede im Osten

Wer viel Platz benötigt, könnte im Landkreis Gotha (Thüringen) fündig werden: Dort bekommt man für 500.000 Euro ein Haus mit durchschnittlich 310 Quadratmetern Wohnfläche. Im Landkreis Nienburg/Weser und in Oberhausen im Ruhrgebiet erhält man jeweils 306 Quadratmeter. Im Havelland in Brandenburg hingegen bekommt man wegen der Nähe zu Berlin für dieselbe Summe nur ein Haus mit durchschnittlich 104 Quadratmetern.

Preise für Wohnimmobilien ziehen an

Laut den neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamts sind die Preise für Wohnimmobilien (Häuserpreisindex) in Deutschland im 4. Quartal 2024 gegenüber dem 4. Quartal 2023 um durchschnittlich 1,9 Prozent gestiegen. Gegenüber dem Vorquartal legten sie um 0,3 Prozent zu. Nur in dünn besiedelten ländlichen Kreisen waren die Preise gegenüber dem Vorjahresquartal rückläufig. Dort kosteten Wohnungen im Durchschnitt 1,2 Prozent, Ein- und Zweifamilienhäuser 0,9 Prozent weniger.