Interview

1 Jahr nach Einführung: DORA kam, sah – aber siegte noch nicht

Zwei Jahre Zeit, ein fester Stichtag – und dennoch viel offene Arbeit: Warum der DORA-„Big Bang“ für Versicherer zunächst nicht funktionierte, wo die größten Hürden lagen und was Aufsicht und Unternehmen jetzt lernen müssen, erklären die Experten Florian Göltl und Nadine Schmitz, beide Partner Financial Services bei KPMG.

Nadine Schmitz und Florian Göltl

Florian Göltl und Nadine Schmitz, beide Partner Financial Services bei KPMG | Quelle: KPMG

procontra: Mit dem 17. Januar 2025 gilt die DORA-Verordnung in Deutschland. Für Versicherer war das eines der größten IT- und Organisationsprojekte der vergangenen Jahre. Doch selbst nach dem Stichtag blieben viele Fragen offen – und in vielen Häusern auch viel Arbeit. War die von der BaFin angesetzte Umsetzungsfrist von zwei Jahren zu ambitioniert? Florian Göltl: Der 17. Januar 2025 war ein Freitag – daran erinnere ich mich sehr gut. An diesem Tag sollte eigentlich gelten: DORA ist umgesetzt, alle Projekte sind abgeschlossen. Entsprechend liefen die DORA-Programme mit enormem Druck genau auf dieses Datum zu. Die Unternehmen sind dabei überwiegend risikoorientiert vorgegangen und haben sich auf die zentralen Themen konzentriert. Aber ich kenne kein Versicherungsunternehmen, das an diesem Tag wirklich vollständig DORA-ready war. Zwar sind viele große Projekte formal ausgelaufen, doch der von der BaFin gewünschte „Big Bang“ hat in der Praxis nicht funktioniert. Das Datum war schlicht zu sport

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