GDV veröffentlicht neue Zahlen
Die gute Nachricht zuerst: Die Zahl der versicherten Wohnungseinbrüche ist nach zwei Jahren mit steigenden Fallzahlen 2024 nicht weiter gewachsen. Auch im vergangenen Jahr zählten die Versicherer somit 90.000 Fälle – so viele wie bereits im Jahr zuvor. Rechnet man die Zahl der Einbrüche aufs Jahr um, wird alle sechs Minuten hierzulande eingebrochen.
Nachdem die Einbruchszahlen 2021 aufgrund der Corona-Pandemie auf einen absoluten Tiefpunkt gefallen waren, legten sie seitdem wieder leicht zu – noch ist man allerdings weit von Zahlen entfernt, die die Versicherer vor 10 Jahren registrierten. Den traurigen Höhepunkt bildet dabei das Jahr 2015, als 180.000 versicherte Wohnungseinbrüche die Versicherer teuer zu stehen kamen.
Doch nun die schlechte Nachricht: Trotz der Stagnation bei den Einbruchszahlen mussten die Versicherer im vergangenen Jahr mehr Leistungen an die Versicherungsnehmer ausschütten: Insgesamt 350 Millionen zahlten die Versicherer Einbruchs-Opfern und damit 20 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor. Auch der Schadendurchschnitt erhöhte sich folglich, von 3.600 auf 3.800 Euro.
„Die Täter nehmen mit, was sich schnell zu Geld machen lässt, das ist heute vor allem teure Technik wie Smartphones, Kameras oder Computer”, erklärt die stellvertretende GDV- Hauptgeschäftsführerin Anja Käfer-Rohrbach die Hintergründe für die steigenden Leistungszahlungen.
Da ein Einbruch oft auch psychische Spuren hinterlässt, rät der GDV dazu, mehr in die Sicherheit der eigenen vier Wände zu investieren. „Präventionsmaßnahmen wie ein gutes Querriegelschloss an der Eingangstür können entscheidend dazu beitragen, Einbrüche zu verhindern und Sachschäden zu minimieren“, so Käfer-Rohrbach.